Higuran Warja (Zwei weiße Schwäne)

BrandmalereiHiguran Warja ist der Name des Runenmeisters, der mich ausgebildet hat. Nach ihm habe ich den Song von den Schwänen auf dem Urdbrunnen benannt.

Dieses traumhafte Bild hat Nicole Kunkel speziell für das Lied von den zwei Schwänen gemalt. Und mir fehlen die Worte, um mich angemessen zu bedanken.

Schwäne sind magische Tiere. Eine Legende besagt, dass jeder Schwan nur einmal in seinem Leben singt. Es ist ein einziges Lied, dass ihm im Augenblick seines Todes erlaubt ist und dieses eine Lied hat eine besondere Bewandtnis: Es ruft eine Walküre herbei. Schwäne sind die einzigen Tiere, deren Hugr von den Walküren in eine andere Welt geleitet werden.

Ihr ganzes Leben lang sammeln Schwäne die Lieder der anderen Vögel. Begleitet eine Walküre dann das Hugr eines Schwans durch den Fluss der Erinnerung, so gibt es diese Lieder an das Wasser ab. Sie gelangen in den Urdbrunnen und werden dort von den beiden Ahnen aller Schwäne gesungen, die darauf schwimmen. Diese beiden Schwäne sind die einzigen, die mehr als einmal singen. Sie nehmen die Hugr der verstorbenen Schwäne auf und singen all die Lieder, die zu Singen diesen in ihrem irdischen Leben verwehrt war. Mit ihrem Gesang reinigen sie das Wasser.

Auch in der keltischen Mythologie spielen Schwäne eine große Rolle: Die Schwäne verfügten über besondere Kräfte: Ihre Gesänge waren voller Zauber und vermochten zu heilen, den Bekümmerten Trost zu spenden und halfen beim Schlafen. Sogar die Tuatha Dé Danann kamen, sie zu hören. Siehe „Lir, der Ozean“ auf Rhya`s Anderswelt

Higuran Warja (Zwei weiße Schwäne)

Zwei weiße Schwäne singen schon im Morgenrot
Lieder vom Leben, von Liebe aber auch vom Tod
Unter der Wurzel die Quelle allen Lebens entspringt
Nur dieser Ort macht, dass auch ein Schwan die Lieder singt

Zwei weiße Schwäne singen wenn der Tag sich neigt
Lieder von Kämpfen, wo Heldenmut und Größe sich zeigt
Im Schicksalsbrunnen sammeln sich auch Schmerz und Leid
Durch ihre Lieder wird davon das Wasser befreit

Zwei weiße Schwäne singen in des Mondes Licht
Lieder von Freiheit, von Hoffnung und von Zuversicht
Ehre den Nornen und den Göttern Dank gesagt
Für ihren Zauber den sie uns geben ungefragt

Refrain:
Jeder Schwan singt nur einmal
Wo bleiben all die Lieder
Wie groß ist ihre Zahl
Wenn er geht, trägt er sie fort
Die Quelle ist der Lieder heilig Ort

(Nach der Melodie von Faun: Federkleid)


Siehe auch Herz des Dunklen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.