Deine RunenReise von Mariz Gawaldan & Rewa Kasor

Deine RunenReise„Deine RunenReise“ ist ein Buch von Praktikern für Praktiker. Es geht uns darum zu vermitteln, wie man die Runen kennen lernen und ihr Wesen ergründen kann, um wirklich praktische Runenarbeit zu betreiben.

Die vierundzwanzig Kapitel sind jeweils aufgeteilt in Informationen, die du bei der Runenarbeit nützlich finden wirst und die Beschreibung einer Rune. Bei den ersten acht Runen führen wir Hinweise an, wie eine Runenmeditation ablaufen kann bzw. auf welchem Weg man zu der entsprechenden Rune finden kann. Bei den Runen des zweiten und dritten Aett gibt es derartige Hinweise nicht. Nicht etwa, dass wir zu faul dazu wären! Es geht uns darum, dir einen Weg aufzuzeigen, dich beim Beschreiten dieses Weges aber so wenig wie möglich zu beeinflussen.

Dafür legen wir mehr Wert auf praktische Tipps. Welches Material sollte man für Runen verwenden und welches besser nicht? Was ist Schattenarbeit und was haben Krafttiere mit Runen zu tun? Wie werden Runen geritzt, rituell geweiht und gebunden? Welche Probleme gibt es bei der Runenmeditation und wie kann man sie überwinden? Diese und viele andere Fragen beantworten wir in „Deine RunenReise“.

Inhaltsverzeichnis
Inhalt

Einleitung – Was ist eine Runenreise?

Teil I (Erstes Aett)
Allgemeines zur Arbeit mit Runen | Fehu
Was ist Runenmagie | Uruz
Erste Schritte und Visualisieren | Thurisaz
Schattenarbeit | Ansuz
Was uns an der Runenarbeit hindert | Raido
Probleme bei der Runenmeditation | Kenaz
Meditieren leicht gemacht | Gebo
Der Erlenstab | Wunjo

Teil II (Zweites Aett)
Das ältere Futhark und die Runenklassen | Hagalaz
Odins Runenlied | Nauthiz
Runen ritzen | Isa
Runen weihen, binden und tilgen | Jera
Gebrauchsweihe und Blutweihe | Eihwaz
Krafttiere Teil 1 | Pertho
Krafttiere Teil 2 | Algiz
Die Edda | Sowulo

Teil III (Drittes Aett)
Geeignetes und ungeeignetes Material | Teiwaz
Holz | Berkana
Holzarten | Ehwaz
Mythologie | Mannaz
Runen und Religion | Laguz
Runen und Rituale | Ingwaz
Runenschrift | Dagaz
Irrungen und Wirrungen | Othala

Teil IV (Anhang)
Begriffserklärungen
Literaturverzeichnis
Bildnachweise

Leseprobe
Die rituelle Weihe einer Rune, Binderune oder Runenkombination erfolgt in drei Schritten.

Deine RunenReise: Feuerweihe

Die erste Weihe gilt dem Feuer. Dazu legt man die Rune in ein kleines Jutesäckchen oder ähnliches (kein Kunststoff, kein veredeltes Metall!) und hängt sie über einem offenen Feuer auf. Die Dauer einer Weihe ist unmöglich vorherzusagen, da sie von zu vielen Faktoren, insbesondere aber von dem durchführenden Runer, abhängt. Wir haben Feuerweihen in wenigen Minuten erfolgreich beendet, hatten aber auch schon regelrecht „zickige“ Runen, bei denen es fast eine Stunde dauerte. Hat man jedoch erst einmal begonnen, so ist sie unbedingt bis zum Ende durchzuführen! Muss eine Weihe einmal unterbrochen oder gar abgebrochen werden, sollte man die betreffende Rune verbrennen (tilgen).

Für die Feuerweihe nimmt man eine Position ein, aus der heraus man den Beutel mit der Rune und die Flammen des Feuers gut im Blick hat und spricht die nachfolgende Formel.
Als Beispiel hierfür nehmen wir Uruz.

1) Uruz, Urkraft der Erde,
2) ich weihe dich den zwei Seiten des Feuers.
3) Das schützende Feuer des Herdes
4) und die vernichtende Kraft der wilden Flamme
5) seien dir verbunden.
6) Zwinge nicht und werde nicht gezwungen.
7) Im Geiste der Vorderen,
8) folge dem Weg und weise den Weg.
9) Enthülle deine Macht.

Nach einer kurzen Pause wiederholt man diese Formel so oft, bis die Rune „ihre Macht enthüllt“. Und auch hier gibt es wieder kein Richtig oder Falsch. Ob die Formel besser geflüstert, gesungen oder lauthals hinaus gebrüllt wird, muss jeder Runer für sich selbst herausfinden. Auch ob man – mit oder ohne Musik – um das Feuer herumtanzt oder bequem im Schneidersitz dahockt, ist nicht vorgeschrieben. […]

 

Erklärung der Formel:

Zeile 1 wird je nach Rune verändert. Es wird der Name, gefolgt von der Bedeutung der Rune, eingesetzt.
Zeile 2 bis 5 sind für die Feuerweihe festgelegte Formulierungen.
In den folgenden Zeilen sind die Worte für alle drei Weihen gleich.
Zeile 6 bezieht sich auf den Einklang, in dem die Rune mit der Natur und den sie umgebenden Kräften steht. Sie zwingt das Feuer nicht, ihr seine Kraft zu geben und wird im Gegenzug auch selbst nicht gezwungen, diese Kraft anzunehmen. Alles erfolgt in Harmonie miteinander.
Zeile 7 nimmt Bezug auf die Ahnen. Wirkt die Rune „im Geiste der Vorderen“, also nach den Wertvorstellungen der Ahnen, so werden diese sie und damit auch den Runer unterstützen. Das setzt sich fort in
Zeile 8. Die Rune soll dem Weg der Ahnen folgen und diesen Weg dem Runer zeigen.
Zeile 9 letztendlich ist die Aufforderung anzuzeigen, ob die Rune eine Verbindung mit dem Feuer eingegangen und die Feuerweihe damit gelungen ist.

 


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Deine RunenReise: Wesen und Wirkung der Runen erfahren wird auch im ElfenBlog vorgestellt.

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